WhatsApp im Unternehmen

Schnelles Kommunizieren schätzt jeder, egal ob mit Familie und Freunden oder im Unternehmen. Die Nutzung von WhatsApp mit Kunden und Geschäftspartnern ist jedoch datenschutzrechtlich bedenklich.

Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist besonders kritisch, dass WhatsApp auf die Kontakte des Handys zugreift, um diese seiner WhatsApp-Kontaktliste hinzuzufügen. Dabei greift der Dienst sowohl auf Kontakte anderer WhatsApp-Nutzer als auch auf solche zu, die die App nicht nutzen. Zudem holt sich WhatsApp in den AGB die Zustimmung des Nutzers, dass er zur Weitergabe der Nummern autorisiert ist. Ein Unternehmen darf das aber nur,  wenn es zuvor die Einwilligung seines Kunden eingeholt hat.

Datensammlung trotz Verschlüsselung

Bedenklich ist auch, dass die Nachrichten selbst Informationen enthalten können, die datenschutzrechtlich geschützt sind. Zwar verspricht WhatsApp seit einiger Zeit, seine Nachrichten zu verschlüsseln, sodass der Text der Nachrichten nicht ausgelesen werden kann. Das ändert jedoch nichts daran, dass die App weiterhin fleißig die Metadaten seiner Nutzer sammelt. Metadaten sind Daten darüber, wer, wann, mit wem Kontakt hat.
Besonders den Berufsgruppen, die einer Verschwiegenheitspflicht unterliegen, wird oft  von einer WhatsApp-Nutzung abgeraten. Aber auch anderen Unternehmen sollte bewusst sein, dass sie mit WhatsApp sensible Daten ihrer Kunden preisgeben und das womöglich rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.